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Hallo zusammen,

ich habe mal ein paar fragen zum thema filtern. Ich nutze einen digitalen IIR-Filter bei dem man verschiedene Typen einstellen kann; Butterworth etc...ich möchte damit einen Tiefpass realisieren, was ja bedeutet, dass die Frequenzen bis zur Eckfreqeunz durchkommen (die tiefen) und alles nach der Eckfrequenz weggefiltert wird. Sprich ich muss eine Frequenz angeben, oberhalb dieser wird weggefiltert. Warum funktioniert dieser Filter aber nicht wenn ich bei obere fc einen Wert eingebe, sondern nur wenn ich bei unterer fc einen Wert eingebe? Desweiteren wird mein Signal nur gefiltert wenn ich den Wert 1 eingabe. Dann schaut das ganz gut aus. aber ist dass dann die Eckfrequenz? würde ja heißen alles was über 1 Hz ist wird weggefiltert?! Ich versteh die Parameter irgendwie nicht und aus der Hilfe werde ich auch nicht sonderlich schlau.
vielleicht kann mir hier jemand helfen bzw die Parameter erklären?!

vielen Dank
gruß johannes
Bei Bandpassfiltern braucht man 2 Eckfrequenzen zur Konfiguration, bei Tiefpassfilteren nur eine. Und die Macher des Filters haben sich dafür entschieden, im letzgenannten Fall den Eingang "obere Grenzfrequenz" totzulegen. D.h. die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters, die die obere Grenze des Durchlassbereiches markiert, muß an den Input "untere Grenzfrequenz" gelegt werden. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlimm, wenn mans weiß.

Die Samplerate muß immer mehr als doppelt so hoch sein wie die höchste Frequenz, bei der das Filter noch funktionieren soll. Diese Frequenz hat nichts mit der Grenzfrequenz des Filters zu tun!
Beispiel: Tiefpassfilter mit fg=1kHz. Du möchstest, daß das Filter im Sperrbereich bis 10kHz noch richtig funktioniert. Dann ist die Mindest-Samplerate 20kHz.

Die Praxis zeigt aber, daß auch in der Nähe der halben Samplerate in der Filterkurve schon viel Schrott angezeigt wird. Ich vermeide das, indem ich die Samplerate gegenüber dem theoretischen Minimum mindesten verdoppele. Also hier: 40kHz wählen.

Die ersten Filterversuche scheitern gewöhnlich daran, daß die Samplerate bei nicht anbeschlossenen Input den Wert 1 hat. Damit das Filter mit fs=1 funktioniert, muß demenstprechend mit Eckfrequnzen experimentiert werdem, die weit unter 1 liegen.
Was man bei LV noch wissen sollte: Grenzfrequenzen etc. werden immer (naja, wenn man von den Express-VIS wegkommg glaub ich;)relativ zur Samplefrequenz angegeben. Im Beispiel mit 40 kHz Samplerate und einer Grenzfrequenz von 1 kHz wäre der Wert für f_u halt 0,025

EDIT:Obige Info ist falsch, die Filterparameter werden in absoluten Hertz-Werten angegeben. Siehe hierzu auch http://www.LabVIEWforum.de/index.php?sho...=14795&hl=

ch

PS: Ich weiß nicht, was Du so über Filter weißt, aber genau genommen hab ich bei der Grenzfrequenz schon einen Abfall von 3 dB (also auf ca. 70%) und danach ist auch nicht alles weg, sondern pro Ordnung des Filters ein Abfall von 20dB/Frequenzdekade. Je höher die Ordnung ist, desto höher ist allerdings auch die Einschwingzeit des Filters... Und so weiter und so fort...Wink
..und damit Du armer Hund es nicht so schwer hast, hier noch das VI zu meinem oben angedeutetem Beispiel:
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Vielen Dank für die Antworten.
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